Auf dem ersten Bundesseminar für Rettungshunde in Hoya lernten wir Kirsten und Rati aus Hamburg kennen.
Es entwickelte sich eine lockere Freundschaft, die im Jahr darauf in Hoya gefestigt wurde. Kirsten erzählte vom Schneemeeting in Südtirol, an dem sie seit vielen Jahren regelmäßig teilnimmt.
Die Idee wurde weitergetragen, wir wurden freundlich eingeladen uns anzuschließen, besorgten uns ausgiebig Equipment und schließlich brachen wir, 6 Hundeführer und 7 Hunde von der OG Celle/Hannover, auf, zum Jaufenpass nach Südtirol.

Lydia und Helmut, die Organisatoren vom Roten Kreuz Italien, begrüßten uns sehr herzlich!
Die Teilnehmer wurden auf drei Gruppen verteilt. Wir waren bunt gemischt von den verschiedensten Organisationen. Nina, Chris und ich waren in der Gruppe von Lydia, Iris und Peter waren bei Elsa und Andre. Thomas bei Verena. So konnten wir ein Maximum an Infos sammeln!

Am ersten Tag wurden Höhlen in den bis zu 2,5 m hohen Schnee geschaufelt. Die ähnelten zum Teil ganzen Wohnungen, waren über den ganzen jeweiligen Kegel verteilt und wurden täglich erweitert. Bei jedem Schritt sank man tief ein und wir konnten uns fast nur auf Schneeschuhen fortbewegen. Unser Tagespensum war anspruchsvoll. Um 8:15 h ein umfangreiches Frühstücksbuffet, 9 h Besprechung und Planung, dann ins Gelände. Wie es in den Zeitplan passte, ca. 1 Stunde Zeit für die Lunchpakete und zum Aufwärmen. Danach wieder intensive Arbeit mit jedem Team, bis alle Hunde ihr Ziel mit Spaß und Freude erreicht hatten, Besprechung. Dann kurzes Aufwärmen und um 18:15 h zum täglichen, leckeren 5-Gänge-Menü.
Ein großes Lob an die Küche im Jaufenhaus!

So gesättigt, auf zur Theorieschulung! Wir lernten viele Dinge über den Schnee, verschiedene Lawinenarten, Bergung von Verunglückten, Erste Hilfe an Mensch und Hund, orientiert an Fällen aus dem Rettungshund Alltag.
Gegen 22 h bekamen Begriffe wie Verschwindepunkt und Fluchtweg auch mal ganz andere Bedeutungen.
Vielen Dank an Helmut, Rita und Andre, die uns mit ihrer Art, die Dinge interessant weiterzugeben aufmerksam bis zum Schluss gehalten haben! In der Praxis begannen alle Teams mit Basisübungen.
Offene Anzeige, und kontinuierlich, nach Ausbildungsstand weiter, halb verdeckte Anzeige, Vollverstecke, Verleitungen und doppel Versteckpersonen auf verschiedene Entfernungen. Die Hunde hatten riesen Spaß und die Teams entwickelten sich rasant weiter. Außerdem lernten wir mit Lawinensonden umzugehen, Empfangen und Senden mit Lawinenpieps sowie Menschen und Dinge unterm Schnee damit finden.
Wir erfuhren an praktischen Beispielen und Szenarien, wie umfangreich und schweißtreibend, trotz eisiger Temperaturen die Bergung von Opfern ist. Unser umfangreiches Equipment wurde gebraucht! Besonders Woolpower sowie Hundeschuhe und -Mäntel zum Warmhalten der Muskulatur!
Über die Woche hatten wir bei einem Temperaturgefälle von fast 30 Grad im Minusbereich, Powerinput rund um die Rettungshundearbeit Lawine, ein Gemisch der verschiedensten Charaktere von Menschen und Hunden in einem, in die Jahre gekommenen Berghaus mit kulinarisch raffinierter Küche, vereint als Gemeinschaft, angeleitet aus echtem Herzblut für die Sache.
Zum Abschluss gab es Urkunden und Geschenke für alle.
(Vielen Dank an Carlo Rasi, für die von ihm zur Verfügung gestellten Fotos)

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